30.04.2008

Interview vom 30. April 2008

Während ders Merci Andi Festls nutzten Viki, Dani, Sindy und Caro die Gelegenheit Andi ein paar Fragen zu stellen.

Bist du mit dem Verlauf der letzten Saison zufrieden? Was hättest du gerne geändert?
Geändert hätte ich natürlich die Verletzung, weil ich super drauf war und in einer super Form war. Und das es deshalb nicht so gut gelaufen ist … naja am Anfang ist es ja doch gut gelaufen, aber es war läuferisch ein Bisschen weiter weg von den Anderen, denk ich mal. Und ansonsten bin ich in Anbetracht der Verletzung mit der Saison natürlich zufrieden. Ich mein um in dieTop10 im Gesamtweltcup zu kommen, da braucht man trotzdem eine gute Saison und deshalb ist es glaub ich nicht so leicht zu den besten 10 der Welt zu gehören und von dem her bin ich natürlich zufrieden.

Wie bist du mit den doch ziemlich hohen Erwartungen von außen an dich umgegangen? Hat dich das irgendwie belastet?
Ach, die Erwartungen sind im Prinzip ja jedes Jahr da, wenn man in der Deutschen Manschaft ist. Da erwartet jeder, dass man vorne mitläuft. Und das ist auch mein Anspruch an mich selber und deshalb sind die Erwartungen von mir selber eher höher wie die von den Leuten von außen und deshalb kann ich damit schon umgehen.

Wie war der Weltcup in Korea? War wirklich alles so chaotisch wie es gewirkt hat?
Nein, es war eigentlich überhaupt nicht chaotisch, nur die Reise. Mit dem Flug und allem, des hat ewig gedauert, aber ansonsten war alles gut organisiert unten, auch wenn‘s vielleicht nicht so ausgeschaut hat, es war wirklich gut organisiert. Und von den Wettkämpfen her war‘s eigentlich auch ok. Das Einzige war halt ein Bisschen das Publikum, des war nicht ganz so hervorragen wie bei den Deutschen Weltcups, aber sonst hat das schon gepasst.

Wie hast du die WM erlebt und wie war für dich das Gefühl, als du Weltmeister geworden bist? Wie habt ihr diesen Erfolg gefeiert?
Die WM war so wie wir sie uns vorgestellt haben, also es war gut. Von der Organisation her super und von den Wettkämpfen her auch kein Problem. Den Weltmeistertitel hab ich direkt am Abend nach dem Wettkampf gefeiert. Des war vielleicht nicht so gut, aber es war kein Problem. Da haben wir uns schnell wieder erholt.

Wie war die Reaktion der anderen Mannschaften, als die Dopingvorwürfe gegen einige deiner Kollegen bekannt wurden und inwiefern wurdest du damit in Verbindung gebracht?
Ich bin ja nicht auf dieser ominösen Liste gestanden, die es da gegeben hat und von den anderen Manschaften gab es auch kein Problem. Ich denke, irgendwann hat dann jeder mal kapiert, dass da nichts dran war. Sonst wären wir sowieso alle gesperrt geworden, dann wär wettkampfmäßig sowieso nichts mehr gegangen.

Was sagst du zu den Protesten gegen den Olympischen Fackellauf? Was würdest du an Stelle der Olympioniken machen?
Ach da war ich im Urlaub, des hab ich nicht mitbekommen. Wenn sie protestieren wollen, dann sollen sie protestieren. Da hat ein jeder sein Recht dazu. Aber eigentlich ist es idiotisch, weil die Olympischen Spiele so … ich mein, man sollte die Sportler jetzt nicht damit in Verbindung bringen mit dem ganzen Politikzeug.
Was ich als Sportler machen würde? Laufen … Es bringt ja nichts, wenn die ganzen Athleten nicht antreten. Des macht es auch nicht besser. Dann hat man am Ende auch nicht das erreicht, was man erreichen will.

Wann fangt ihr wieder mit dem Training an?
Nächsten Montag. Jetzt am Montag geht’s in Ruhpolding wieder los.

Hast du noch irgendwelche Probleme mit deinem Fuß oder ist da soweit wieder alles in Ordnung?
Nein, des ist alles wieder in Ordnung. Des muss auch nicht operiert werden und des passt alles.

Wie war dein Urlaub? Und vor allem: Bist du endlich zum Hochseefischen gekommen?
Ja, bin ich! Der Urlaub war ganz cool. Ich hab einen Tauschein gemacht und Hochseefischen war ich auch einmal. Ich hab zwar nicht soviel erwischt, aber naja. So war‘s erholsam auf alle Fälle, aber langweilig. (grinst)
Wo ging’s hin?
Auf den Malediven war ich.

Was wünschst du dir in den nächsten 10 Jahren und was willst du in diesem Zeitraum unbedingt schaffen?
Peter: Wie vui?
Viki: 10
Andi:
In den nächsten 10 Jahren? Ja da hab ich des Ziel in der Weltcupspitze mit zulaufen und noch ein paar Medaillen zu gewinnen.
(Kurze Randbemerkung vom FC-Mitglied Peter: „Wia vui Frong sandn des no?“
Andi: „Des hom de scho undateilt in Teil oans und zwoa damit des net so vui aussschaut (...unverständlicher Teil ... )“ (riesen Gelächter))

Bist du stolz auf dich und bist du zufrieden mit deinem Leben? Warum? Was würdest du gerne ändern?
Peter: Des is fei a oberflächliche Frong. De Frong, die muast scho a bisl intensiever steun. De konnst a so oberflächlich ned steun. Bitte nomoi mit mehr Form.
Viki: MIt was?
Peter: FORMATION
Viki: Des passt aber so: Also bist du stolz auf dich?
Andi: Das kann ich ….
Peter unterbricht ihn: NAAA, du muasst des emotional a Bisl besser bringa. Na ehrlich woa, des is scheiße. Du muast an Andi frong, so richtig ehrgeizig.
Andi greift ein: Ja, ich bin schon zufrieden, des passt so schon.

Was ist dein größtes Talent? (Voll mit Emotion gestellt…. =))
Peter: Sogs ehrlich! (Gelächter)
Andi: Da Peda verrod ma zvui! Du bist a Verräta.
Peter: Kajak foahn konn a ganz guat. Jo, da hodda Talent.
Andi: Ja, des kann i
Viki: Warum bist dann net Kajakfaohrer gworden?
Andi: Des hat si net ergebn

Würdest du behaupten, dass du eitel bist?
Nein, überhaupt nicht!
Peter: Do hodda recht, do hodda recht!

Wie schaut deine Wohnung nach einer Woche ohne ordentliches Aufräumen aus?
Peter, noch bevor die Frage zu Ende gestellt war: SCHRECKLICH!!!!!!
Andi: Ja, des stimmt, da hat er Recht. Also wirklich …
Peter: Gaaanz gepflegt. Aufgeräumt. Sowieso.
Andi: Ja schon ein bisschen unaufgeräumt, würd ich sagen.
Peter: Oba nur a bissl.
Andi: Joa nur a bissl.
Peter: Eigentlich ganz gepflegt.
Andi: Nach einer Woche ist es so, dass die Tasche in der Mitte steht und ich immer das was ich brauch raus zieh. (demonstriert das)

Ist dein Glas halbleer oder halb voll?
Andi: Halbvoll.
Peter: Des homma glernt. Beim Rubenbauer hommas glernt.
Andi: Ja, halbleer ist immer scheiße. Man muss doch immer positiv denken.
Joschi, ein anderes FC-Mitglied kommt uns setzt sich dazu.
Andi: jetza kummt dea. Machts schnell jetza.
Joschi: Hallo erstmal …
Peter: Jetzt kommt der Ziehvater.

Bist du abergläubisch?
Peter: Freillig is a abergläubisch.
Andi: Ich zieh bei den ganzen Wettkämpfen die gleichen Unterhosen an. (Gelächter) Aber eigentlich bin ich nicht abergläubisch.
Joschi: Da hams dann einen Antrag gestellt, dass sie nach zwei Wochen wechseln dürfen und dann hat der Cheftrainer Uller gesagt: Ok. Greis wechselt mit Birnbacher und … (großes Gelächter)
Peter: Oiso ab jetza is des Interview mitm Joschi.
Joschi: I sog nix mehr!

Glaubst du an Wunder? Wenn ja, warum?
Nein, an Wunder glaub ich nicht, aber ich sag mal: Wunder kann man immer selber erschaffen, wenn man dran glaubt. Wenn der Glaube einfach passt kann man es auch schaffen..
Joschi: Glaube versetzt Berge.
Andi: Ja genau, Glaube versetzt Berge.